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Neuer Impfstoff gegen Zwingerhusten

(infektiöse Tracheobronchitis) des Hundes



Seit April 2001 ist ein neuer Impfstoff gegen die infektiöse Tracheobronchitis des Hundes auf dem Markt.
Was ist neu an diesem Impfstoff und wann sollte er eingesetzt werden?

Was ist infektiöse Tracheobronchitis?
Da besonders in Zwingeranlagen die Ansteckungsgefahr groß ist, wird diese Erkrankung auch fälschlicherweise als Zwingerhusten bezeichnet. Der medizinische Fachbegriff lautet "infektiöse (= ansteckend) Tracheo (= Luftröhren-) bronchitis (= Bronchien-Entzündung)".
Es handelt sich also um eine Erkrankung der Atemwege. Hunde aller Altersstufen können befallen werden.
Die Übertragung erfolgt durch Husten oder Niesen, aber auch durch Kontakt (wie beim Beschnuppern).
Die Erreger dringen als Tröpfchen vorzugsweise in die Nase ein und werden durch jeden Atemzug
bzw. durch Eigenbewegung in die Luftröhre bzw. in die Bronchien transportiert.
Nach Reizung der Schleimhäute kommt es zu trockenem Husten, der anfallsartig auftreten kann.
In leichten Fällen bleibt der Hund dabei munter, in schweren Fällen wird er müde, entwickelt Fieber
und frißt nicht mehr. Er kann sogar eine Lungenentzündung bekommen,
die lebensgefährlich für ältere und geschwächte Tiere werden kann.
Diese Erkrankung wird durch einen Komplex an bakteriellen und viralen Erregern
wie beispielsweise dem Parainfluenzavirus und dem Bakterium Bordetella bronchiseptika
sowie dem Zusammentreffen mit ungünstigen Umweltfaktoren
wie z.B. Streß, Temperaturwechsel, hohe Tierdichten, Umgebungswechsel hervorgerufen.

Wie kann man behandeln?
Eine Behandlung besteht immer in der Bekämpfung der Ursachen.
Da es bei der infektiösen Tracheobronchitis aber so viele Ursachen gibt, ist die Therapie
auf die Einzelkomponenten zu richten.
Mittel gegen Viren (Virustatika) gibt es kaum, die Bakterien werden mittels Antibiotika kontrolliert,
der Husten mittels Hustenmitteln gehemmt. Weiterhin sollte der Hund gut gepflegt werden und
die Streßfaktoren minimiert werden. Bei schweren Verlaufsformen kann es nötig werden,
andere Medikamente einzusetzen, um Komplikationen zu vermeiden.

Vorbeugen ist besser als Heilen!

Hunde, die besonders gefährdet sind wie z.B.:
- junge Großstadthunde (instabiles Immunsystem, hohe Tierdichte in der Stadt),
- Hunde, die Hundesportvereine besuchen,
- Hunde in Hundepensionen, Tierheimen usw.

Bei gleichzeitigem Auftreten von Wetterwechseln im Frühjahr und Herbst,
sollten gezielt gegen die Haupterreger geimpft werden. Der neue Impfstoff enthält abgeschwächte Erreger von Parainfluenzaviren und Bordetella bronchiseptika-Bakterien. Er wird direkt in die Nase gesprüht (also dorthin, wo die natürliche Infektion stattfindet) und löst eine lokale Immunantwort mit Bildung von Antikörpern aus.
Die Antikörper verhindern dann das Eindringen von natürlichen Erregern und schützen so den Hund vor einer Erkrankung.
Aufgrund des anderen Wirkprinzips zu herkömmlichen Kombinationsimpfstoffen
kann der neue Impfstoff parallel eingesetzt werden.
Die Immunität wird innerhalb von 5 Tagen aufgebaut.

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